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Sportfotografie

Sportfotografie

Das Fotografieren sportlicher Ereignisse, vor allem von schnell bewegten Objekten, versteht man als Sportfotografie.

Sportaufnahmen sind vielfach Aufnahmen die mit lichtstarken Teleobjektiven gemacht werden. Begründet ist dies meistens dadurch, dass der Sportfotograf nicht so nahe an die Szene herankommt oder bei vielen Sportarten einen Platz als Fotograf zugewiesen erhält. Bei Aufnahmen mit Teleobjektiven arbeiten wir mit sehr geringen Schärfentiefen. Der Hintergrund wird dadurch komplett verschwommen dargestellt und die Sportszene tritt Bildbestimmende in den Vordergrund.

Foto: Andreas Mader
Foto: Heinrich Spötl
Foto: Manfred Gasser

Die Ausrüstung

Für die Sportfotografie kommen in der Regel Objektive mit langen Brennweiten zum Einsatz. Durch Ihre aufwendige Konstruktion und hohe Lichtstärke, sind solche Objektive meisten sehr groß und teuer. Hier sprechen wir von Beträgen über 10´000.- Euro. Für die Hobbyfotograf gibt es mittlerweile aber schon recht günstige alternativen auf dem Objektivmarkt. Ein gutes Tele mit einer Brennweite von 200-600mm ist schon unter 2´000.- Euro erhältlich.

 Bei der Sportfotografie geht es darum im Bruchteil einer Sekunde den richtigen Moment zu erwischen. Um das zu erreichen verwendet man hier die Serienbildaufnahme. Moderne Profi-Kameras können mittlerweile in 2 Sekunden bis zu 60 Bilder aufnehmen. Die meisten aktuellen Kameras im Amateurbereich sind da bei 8 bis 12 Bilder pro Sekunde.

Wichtig bei der Wahl einer Kamera für den Sportbereich sind auch die ISO-Werte und das Rauschverhalten der Kamera. Je höher ich bei geringem Bildrauschen die ISO-Werte verwenden kann, desto besser kann ich mit der Belichtungszeit variieren. Was wiederum der Bildschärfe zu Gute kommt. Gerade bei der Sportfotografie sollte man die Belichtungszeit nicht unter 1/800Sek. wählen.

Aber auch die Geschwindigkeit der Speicherkarte ist ein nicht zu unterschätzender Faktor. Hier lohnt sich die neueste und schnellste Generation zu verwenden. Was nützt mich eine moderne Kamera, die bis zu 12 Bilder pro Sekunde aufnimmt, aber die Speicherkarte bei 4 Bildern schon den Geist aufgibt und ich einige Sekunden warten muss bis ich wieder den Auslöser betätigen kann. Genau in diesem Moment hätte ich vielleicht das ultimative Sportfoto geschossen.

 

Mein Tipp

Drei Dinge solltest du unbedingt dabei haben, wenn du eine Sportevent fotografieren willst. Ein Einbeinstativ, einen zweiten Kamerabody und eine Warnweste. Mit einer Warnweste bekommst du von Ordnern und Veranstalter oft direkten Zutritt in den abgesperrten Bereich und auch die Zuschauer verhalten Sie meist rücksichtsvoller und zuvorkommender.

Eine Sportveranstaltung dauert in der Regel mehrerer Stunden und da sollte man nach Möglichkeit ständig den Finger am Auslöser haben, um nicht den richtigen Moment zu verpassen. Da ist ein Einbeinstativ unerlässlich. Den Freihändig werden Sie die Kamera mit Teleobjektiv nicht lange auf Anschlag halten können.

Foto: Karin Ströhle
Foto: Wilfried Schneider

Die Praxis

Bei der Sportfotografie ist der Standort des Fotografen der entscheidende Faktor. Nach Möglichkeit sollte man so nahe als nur geht an das Geschehen herankommen. Meistens ist das leider nicht zu bewerkstelligen da viele Bereiche abgesperrt sind oder nur professionelle Fotografen einen Zutritt dafür erhalten.

Es gibt aber viele Amateur- und Hobbyveranstaltungen, die sich über großartige Bilder freuen und dafür einem den Zutritt in abgesperrte Bereiche erlauben. Am besten vorher mit den verantwortlichen Personen sprechen und in den meisten Fällen gibt es eine für dich als Fotografen ansprechende Lösung.

Bei der Wahl des Standorts sollte man sich vorher einige wichtige Gedanken machen. Wie sind die Lichtverhältnisse, welche Perspektive bietet mir dieser Platz, kann ich von dort meinen Standort auch wechseln, werde ich ständig von anderen Fotografen oder Zuschauern gestört und muss ich allenfalls eine große Distanz hinlegen, um einen anderen Standort zu erreichen. Sobald die Veranstaltung begonnen hat ist es nahezu unmöglich oder sogar verboten den Platz zu wechseln.

Beispiele zur Sportfotografie

Die gezeigten Beispielfotos stammen zum grossen Teil aus dem Archiv früherer Fotolandesmeisterschaften des VÖAV-Vorarlberg.

Titelbild: Sabine Schmidt

Foto: Fanz Felder
Foto. Arthur Stock
Foto.Ludwig Knobel
Foto: Andreas Ganahl
Foto: Klaus Dornbach
Foto: Thomas Tscherniak
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