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Schärfentiefe

So erzeugst du mehr Schärfentiefe

Die Schärfentiefe oder auch Tiefenschärfe wie es von den meisten genannt wird oder das kreative Spiel mit Vorder- und Hintergrund ist ein wesentlicher Bestandteil in der Fotografie. Nachstehend möchte ich Euch ein paar wesentliche Aspekte, welche die Schärfentiefe beeinflussen erläutern.

Die Schärfentiefe gibt an, in welchem Entfernungsbereich ein Objekt als scharf auf dem Kamerasensor erscheint.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten die Schärfentiefe zu beeinflussen.

  • Die Brennweite
  • Die Entfernung / der Abstand
  • Die Blende
  • Bildsensor

Bei Porträt- und Detailaufnahmen wird die Schärfentiefe vor allem als Mittel eingesetzt, um dem Betrachter auf das Hauptmotiv zu fokussieren, anstatt ihn mit unwichtigen Details im Vorder- oder Hintergrund abzulenken.

Blendenkarte
Abb.: 1, Aufnahme mit Weitwinkel
Abb.: 2 Aufnahme mit einem Tele-Zoom, 200-600mm

Die Brennweite

Je grösser die Brennweite eines Objektivs ist, desto geringer ist seine Schärfentiefe. Das heißt ein Tele Zoom Objektiv hat weniger Schärfentiefe als ein Weitwinkel-Objekt. Ein Weitwinkelobjektiv bietet demnach mehr Schärfe im gesamten Bildbereich (siehe Abb.: 1) und ein Tele Zoom erzeugt durch die geringe Schärfentiefe einen schönen freigestellten Hintergrund. (siehe Abb.:2)

Die Entfernung oder der Abstand.

Je näher das Objekt zur Kamera desto kleiner die Schärfentiefe. Je weiter entfernt das Objekt von der Kamera ist, desto grösser ist die Schärfentiefe. Das heißt: Objekte, die sehr nahe fotografiert werden (in der Makrofotografie) habe eine sehr kleine Schärfentiefe. Wie auf dem Bild rechts zu sehen ist.  Um ein solches Foto von vorne bis hinten Scharf zu bekommen gibt es die Möglichkeit des Stacking (Fokus-Stapelung). Hierbei werden von einem Objekt mehrere Bilder in mehreren Bildebenen gemacht. Eine detaillierte Beschreibung zu diesem Thema findest du in verschieden Foren im Internet.

Abb.: 3, Fliege, Foto von Guido Locker
die Blende

Die Blende

Je weiter man die Blende schließt (Blendenzahl vergrößert), desto grösser wird die Schärfentiefe.
Durch das Schließen der Blende tritt aber weniger Licht auf den Sensor. Das heißt wir müssen die die Belichtungszeit oder die ISO-Werte erhöhen. Durch die Erhöhung der Belichtungszeit ist aber die Verwackelungsgefahr grösser. Die meisten Landschaftsfotografen, die mit großen Blendenzahlen (f8 bis f16) fotografieren verwenden meistens ein Stativ bei Ihrer Arbeit.

Der Sensor

Diesen Punkt kannst du selbst nicht beeinflussen. Je kleiner der eingebaute Sensor in einer Kamera, desto geringer fällt der Effekt der Schärfentiefe durch die anderen genannten Faktoren aus. Dies ergibt sich durch die kleinere Abbildungsfläche, die ein kleinerer Sensor bietet. Das ist dann der Grund dafür, das Kompaktkameras immer noch ein von vorne bis hinten scharfe Bilder zeigen, wo eine Vollformatkamera einen wunderbaren Schärfeverlauf darstellt.

Foto: Barbara Beiser

Beispielfotos

Die gezeigten Beispielfotos stammen zum grossen Teil aus dem Archiv früherer Fotolandesmeisterschaften des VÖAV-Vorarlberg.

Titelbild: Andreas Mader

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